Wissenswertes über Montenegros Nationalparks
Natur und Landschaft
Die Gruppenwanderreise Montenegro mit sieben Wanderungen (Gehzeit 4 - 6 Std.) führt uns hinauf auf bis zu 2.000 m Höhe. Sie führt über duftende Bergwiesen, vorbei an sprudelnden Gebirgsbächen und glasklaren Seen. Wir lernen während unserer Wanderungen u. a. vier Nationalparks Montenegros kennen: Durmitor, Biogradska Gora, Skutarisee und Lovcen, von denen jeder für sich einzigartig ist, aber gemeinsam die Vielfalt der Natur Montenegros verkörpern.
Nationalpark Durmitor
Das Durmitorgebirge wurde bereits 1952 zum Nationalpark erklärt und ist seit 1980 UNESCO-Weltnaturerbe. Das Massiv mit seinen spektakulären Gipfeln und klaren Bergseen lässt das Herz eines jeden Naturliebhabers höherschlagen. 48 Berge des Nationalparks sind höher als 2.000 Meter.
Nationalpark Biogradska Gora
Der Nationalpark Biogradska Gora in Montenegro gehört zu den letzten echten Urwäldern Europas und verdankt seinen Ursprung dem königlichen Jagdrevier von König Nikola, das über Jahrhunderte ungestört wachsen konnte. Alte Buchen, Tannen und Eichen mit mächtigen Stämmen prägen den Wald und geben uns das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen. Eingebettet in die Bjelasica-Berge (höchster Gipfel „Crna Glava“ 2.139 Meter), einem geologischen Fenster, wo älteres Urgestein zutage tritt und der Landschaft ihre sanften Hügel und runden Gipfel verleiht, liegen die Bergseen Pesica, Ursulovacko und Sisko, die im Volksmund auch Gletscheraugen genannt werden. Diese von der Eiszeit geformte Landschaft macht die Bjelasica zum natürlichen Almgebiet, wo Hirten seit Generationen ihre Herden treiben und den Kolasinski Lisnati Sir herstellen, einen Schichtkäse ähnlich dem Mozzarella, der seinen Ursprung auf den Hochalmen hat. Sanfter Tourismus verbindet all diese Elemente: Wanderungen durch den Urwald, vorbei am Biogradsko-See und hinauf zu den Bergseen, bieten ein Naturerlebnis abseits des Massentourismus. Biogradska Gora und die Bjelasica sind damit ein Reiseziel, das Geologie, Waldgeschichte, Almkultur und kulinarisches Erbe auf stimmige Weise verbindet.
Nationalpark Skutarisee
Der Skutarisee ist das größte Binnengewässer des Balkans. Er ist von einer riesigen Blütenpracht bedeckt – Seerosen, soweit das Auge reicht. Der Skadarsko Jezero, wie er auch genannt wird, ist zudem die Heimat unzähliger Fisch- und Vogelarten. Bei einer Bootsfahrt werden wir die Gelegenheit haben, einige dieser Arten mit eigenen Augen zu sehen. Der See ist auch die Heimat einer der letzten Pelikan-Kolonien Europas. So ist der Krauskopfpelikan das Wahrzeichen des Sees. Mitten durch den See verläuft die Landesgrenze zu Albanien. Zwei Drittel des Sees gehören zu Montenegro, das restliche Drittel zu Albanien.
Nationalpark Lovcen
Der dritte Nationalpark ist der Lovćen-Nationalpark. Auf einem seiner Gipfel, dem Jezerski Vrh (1.657 m), befindet sich das Grabmal des montenegrinischen Dichterfürsten Njegoš. Von hier hat man eine wunderbare Sicht auf die Bucht von Kotor und bei gutem Wetter bis zu den Gebirgen im Norden, bis nach Bosnien und sogar bis zur italienischen Küste.